Dienstag, 26. August 2014

Liebe Telekom, was stimmt nicht mit euch? Teil 1

Egal wie absurd sich eine Geschichte über die Telekom anhören mag die ich höre, ich glaube sie alle! In unserer alten Wohnung hatten wir zwei Jahre kein Internet, die Telekom beharrte darauf, dass es bei uns kein DSL gibt. Im Haus links, rechts und gegenüber war DSL verfügbar, sogar meine Nachbarn auf der gleichen Etage hatten DSL. Ich habe sogar mal mit einem Techniker in den DSLAM (grauer Kasten an der Straße) gesehen und er bestätigte mir das noch viele Ports frei sind. Nur durch Zufall haben wir dann einen DSL Anschluss bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Bis zur Herstellung der Hausanschlüsse lief alles wie am Schnürchen, aber dann begann das Drama. Unser Einzug wurde einen Monat vorverlegt, dies konnten wir aber schon Wochen vorher der Telekom mitteilen und wir erhielten telefonisch einen passenden Umzugstermin. Leider wurde unser Auftrag im Anschluss 5x storniert. Durch die Stornierungen rutschte unser Schaltungstermin über einen Monat nach hinten und wir mussten drei Wochen ohne Internet auskommen. Außerdem wurde die Geschwindigkeit mit jeder Stornierung reduziert, von VDSL 50 runter auf DSL 6000 RAM (RAM= maximal 6000, kann aber auch langsamer sein). Der Telekom Techniker, welcher die Dose gesetzt hat, hat sich noch gewundert warum wir nur so einen langsamen Anschluss bekommen. "Sie können doch auch VDSL haben", war seine Aussage. Bei den ganzen Stornierungen habe ich dann auch die Übersicht verloren und man hat uns statt des Basic den teureren Comfort Tarif untergejubelt. In den letzten drei Monaten folgten eine Hand voll Gespräche mit der Hotline, dabei erhielt ich folgende Aussagen:

Vor dem Schaltungstermin:
  • Bei einem neuen Hausanschluss schaltet man immer erst die langsamste Geschwindigkeit, erst nach dem Schaltungstermin kann die maximale Geschwindigkeit ermittelt werden.
  • Rufen Sie uns an sobald der Hausanschluss hergestellt wurde, dann können wir die Geschwindigkeit erhöhen.
Nach dem Schaltungstermin:
  • Am Tag der Schaltung: "Der neue Hausanschluss ist noch nicht im System, bitte rufen sie morgen noch mal an, dann können wir die höhere Geschwindigkeit in 3-4 Tagen buchen."
  • Am Tag nach der Schaltung: "Der neue Hausanschluss ist noch nicht im System, sie müssen aber nicht anrufen, wir melden uns bei ihnen." Hä? Was denn nun, soll ich anrufen oder meldet ihr euch? Zurückgerufen hat niemand!
  • Einige Tage nach der Schaltung: "Hmm... leider kann ich ihnen keine höhere Geschwindigkeit schalten, im System ist diese nicht verfügbar. Ich gebe das an die Technik weiter, wir melden uns bei ihnen". Es hat sich niemand gemeldet!
  • Einige Wochen später: "In Ihrer Straße ist VDSL verfügbar, ich kann auch sehen, dass einige ihrer Nachbarn VDSL nutzen. Ich gebe das an die Technik, wir melden uns bei ihnen". Unser Haus liegt nur wenige Meter vom DSLAM entfernt, die Nachbarn sind 2-3x so weit entfernt. Ach ja, zurückgerufen hat niemand!
  • Wochen später: "Bei ihnen gibt es kein VDSL. Ein Techniker sollte das prüfen? Das ist quatsch, wir können gar keine Techniker schicken, was sollen die auch machen? Die Kollegin mit der sie gesprochen haben wird sich aber bei ihnen melden, ich hinterlasse einen Hinweis im System". Ihr ahnt es schon, angerufen hat niemand.
Heute habe ich dann einen Blick auf die Rechnung geworfen. Haben die einen Schaden??? Für die drei Wochen ohne DSL wurde uns der Anschluss berechnet. Als Entschädigung für den Ärger mit den fünf Stornierungen hatte man uns angeboten die Anschlusskosten nicht zu berechnen, nun wurde diese aber trotzdem berechnet. Gerade wollte ich das telefonisch klären. Nach der Computeransage das man ein TÜV Prüfsiegel für Kundenzufriedenheit erhalten hat, wurde einem eine Wartezeit von ca. 15 Minuten genannt. Ich habe dann aufgelegt, am Ende wird einem ja doch nur ein Rückruf versprochen welcher nie erfolgt.

Liebe Telekom, ich habe nun einige Fragen an euch:
  1. Warum wird einem immer ein Rückruf versprochen der NIE erfolgt?
  2. Warum habt ihr mich von Basic auf Comfort hochgestuft?
  3. Warum soll ich drei Wochen einen DSL Anschluss bezahlen den ich nicht nutzen konnte?
  4. Warum soll ich die Anschlussgebühr bezahlen die nicht erhoben werden sollte?
  5. Warum schleiche ich hier mit DSL 6000 RAM rum obwohl VDSL verfügbar ist?
  6. Kann es sein, dass ihr uns an ein falsches Kabel in der Straße angeschlossen habt? Angeblich liegt hier ein neues, angeschlossen wurden wir an ein Kabel aus den 60er Jahren.
Hätte ich gewusst, dass euer Service so miserabel ist, dann wäre ich direkt zu 1&1 gegangen!

Kommentare:

  1. Unglaublich. So ein Dilemma gibt es scheinbar auch nur mit der Telekom.

    Wir haben unseren Hausanschluss im November letztes Jahr beantragt. Erfolgt ist er dann Ende Juli. Die Zeit dazwischen haben wir auch nur mit Telefonaten mit der Telekom und den zuständigen Subunternehmen verbracht. Im Regelfall war der Gesprächspartner nicht erreichbar oder nicht zuständig und Rückrufe erhielten wir auch nie. Nicht mal ungefähre Termine konnten uns genannt werden. Unglaublich frustrierend.

    Glücklicherweise war unser Kabelanschluss direkt nach Hausstellung (Anfang Februar) da. Und somit konnten wir direkt nach Einzug unseren Internetanschluss über KD freischalten lassen.

    Die Telekom hat sich dann vor kurzem nochmal gemeldet und wollte Anfang September einen Techniker zur Freischaltung vorbeischicken. Wir haben dann dankend abgelehnt und storniert.

    Wenn ich Deinen Eintrag lese, bin ich froh, dass wir uns so früh gegen die Telekom entschieden haben. Sonst hätten wir wohl noch immer kein Internet.

    Ich drücke euch die Daumen, dass sich das so schnell wie möglich klärt.

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  2. Bei uns gibt es leider kein Kabel in der Straße, sonst hätten wir uns sicher für diese Zugangsart entschieden.

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